Barbara Reeh
Barbara Reeh

Hier stelle ich mich und meine Bücher vor.

 

Barbara Reeh

Okko, Okko,
und kein Ende…

 

Die siebte
der nicht in Okkos Borkum
abgedruckten Geschichten können Sie hier lesen. In loser Reihenfolge kommen
weitere Okkos, die das Leben der
Insulaner in den 1950er Jahren spiegeln.

 

Okko Nr. 40

„Spurschrift”

 

 

 

Hier sind auch noch

die sechste und die fünfte Geschichte (Okko Nr. 39 und 38)

„Höhenflug“ und

„Binsenweisheit".

 

Unter Professorendamen - Ein Universitätsroman über Gastarbeiter, Karrieren und Intrigen

(Books on Demand GmbH, Norderstedt 2012) Taschenbuch 184 Seiten 12,90 €; E-Buch 9,99€ ISBN 978-3-8482120-9-5

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Unter Professorendamen –
Ein Universitätsroman über Gastarbeiter, Karrieren und Intrigen

(Books on Demand GmbH, Norderstedt 2012) Taschenbuch 184 Seiten 12,90 €; E-Buch 9,99€ ISBN 978-3-8482120-9-5

 

 

 

Sie können das Buch über den (Versand)buchhandel oder direkt vom Verlag beziehen. Wenn Sie im Buch blättern und einige Passagen lesen wollen, rufen Sie doch einfach das Buch über amazon.de oder books.google.de auf.

Dieses realistische Werk mit allen klassischen Elementen des Campus-Romans wie Komik, Ironie, Satire, kontrastierende Übertreibungen, intrigantes Machtstreben und Sex fußt auf tatsächlichen Begebenheiten an der niederländischen Universität Groningen von 1987 bis 2002. Die Figuren setzen sich allerdings aus Merkmalen verschiedener realer Personen zusammen, einige sind gänzlich frei erfunden, und das Gesamtgeschehen spielte sich an einem anderen Fachbereich ab. Nebenschauplatz ist die ländliche Umgebung der Universitätsstadt, die von emanzipierten, alternativ lebenden Frauen geprägt ist. Die hier aufkommenden Liebesbeziehungen sind in mehrerlei Hinsicht grenzüberschreitend.

Nicht der Lokalmatador der Groninger Germanisten wird als Professor an seine Heimatuniversität berufen, sondern ein international bekannter Literaturwissenschaftler aus Deutschland. Über die Jahre hin zettelt der Unterlegene eine Intrige gegen den deutschen Eindringling an. Den Boden dazu bereitet die mühselige Eingliederung des deutschen Professors in die niederländische Gesellschaft durch unvermutet starke Kulturunterschiede und Sprachschwierigkeiten. Viele selbstverständliche Gepflogenheiten im Gastland erlernt er nicht mehr, und gerade die vermeintlichen Ähnlichkeiten zwischen den doch so eng verwandten Nachbarländern erweisen sich als äußerst trügerisch (faux amis). Bei diesen gewaltigen Integrationshürden trifft den Professor wider Erwarten das Schicksal eines Gastarbeiters: Intellektuell unterschätzt, über eine latente Deutschfeindlichkeit persönlich abgelehnt und als Konkurrent um den Arbeitsplatz beneidet. Die Gastarbeiterperspektive des Immigranten eröffnet den „fremden Blick“ auf das niederländische Gastland und zugleich eine Außenansicht auf Deutschland während der Wendejahre. In realistischen Dialogen erscheint Selbstverständliches dann fragwürdig, oft komisch.

Die Alt-68-er Deutschlehrerein an der Seite des Professors findet keine Schule im Gastland und wird als „Professorendame“ auf die Rolle der Ehefrau zurückgeworfen. Die einheimischen Ehefrauen reizen diese klassische Rolle voll aus: Bestens ausgebildet, doch ohne eigenen Job, eng vernetzt unter ihresgleichen, ehrgeizig für ihre Partner, puschen die mächtigen Gattinnen ihre Männer und teilen deren hohen Status. So sind es Frauen, die das Geschehen steuern: Professorendamen als Hinterfrauen.



 

 

Wierumerschouw

 

von

 

Jannes de Vries, 1983

Unter Professorendamen

Rezension 2014

 

In ihrer Geschichte des „Kranzes“ von Groninger Professorenfrauen schreibt die Historikerin Dorien Daling:

 

„Der kürzlich erschienene deutsche Roman von Barbara Reeh … schildert die Machtverhältnisse im Fachbereich Deutsch … mitsamt den Intrigen zwischen den Professoren und konzentriert sich dabei auf die Rolle der Ehefrauen. Reeh porträtiert sie als Hinterfrauen (Zuträger und heimliche Strippenzieher), die ihre Männer immerzu anstacheln, eine bessere Position und einen höheren Status zu erwerben. Der Krans van Professorendames fungiert in Reehs Buch dabei als Instrument in den Händen der stärksten Professorenfrauen, die allesamt viel Macht haben. …  Inwieweit Reehs Roman autobiografische Elemente umfasst, ist nicht auszumachen. In ihrem wenig schmeichelhaften Bild des Kranzes hebt Reeh auf die Vorurteile der Niederländer gegenüber Deutschen ab. In dieser Gruppe fühlt sich die [deutsche] Ehefrau des kürzlich berufenen Professors absolut nicht heimisch. Frederik Willem Hermans (in seinem berühmten Schlüsselroman Onder Professoren) und auch Reeh mögen durchaus persönliche Gründe gehabt haben, die Groninger Universitätswelt und die Gruppe der Professorenfrauen recht negativ zu schildern, die literarische Freiheit dazu hatten sie allemal. Überdies ist keineswegs ausgemacht, dass sich die nicht-fiktive Wirklichkeit per se vielseitiger und positiver darstellt.“

 

Dorien Daling, De Krans: Hoogleraarsvrouwen in de Groningse academische

gemeenschap, 1914-2014 (Studies over de Geschiedenis van de Groningse Universiteit 6, Hg. Prof. Dr. K. van Berkel) Hilversum: Verloren 2014, S. 8 und 9.  

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